Die Kapelle zum heiligen Ulrich in Ilstern

 

 

Einsam in einer Waldlichtung bei nun erloschenen Schwefelbadehäusern, liegt die Kapelle zum heiligen Ulrich. Von ihrem Erstbau haben sich nur mehr die Fundamente und drei Mauern des Türmchens erhalten. Darauf wurde im Jahre 1491 die spätgotische Kapelle durch Meister Valentin Winkler aus Pfalzen gesetzt. Der Hochaltar, aus der späten Renaissance, zeigt neben dem heiligen Ulrich den zweiten Patron, den Ritterheiligen Georg von Kappadokien. Dieses Altarbild malte der in Brixen ansässige, jedoch aus Rorschach am Bodensee stammende Caspar Lindner. In der Komposition des Altarblattes werden Anklänge von Orazio Giovanelli wach. Die hölzerne Kanzel wurde 1775 von Christian Renzler neu gefasst und bemalt. Die Darstellung des Herzen Jesu flankieren die beiden Rösserheiligen Georg und Martin. Ähnlich den Figuren des Flügelaltars der Pfarrkirche ist die 90 cm hohe Holzskulptur des heiligen Ulrich, der Beschützer der Wanderer. Er präsentiert sich als Bischof mit dem Hirtenstab in seiner rechten und kennzeichnend den Fisch in seiner Linken.