...und Brötchen probieren. Fahren wir weiter liegen links wie rechts, hinter einem alten Feldkreuz, die weiten Wiesen des Dorfes. Wir stehen jetzt am Platz, wo es bis vor wenigen Monaten noch das alte Gasthof „Neuwirt“ gab, das jahrzehntelang vieleFrau Hilda (St. Sigmund - Pustertal - Bozen - Sudtirol) Gäste bewirtete und einige teilweise auch an private Vermieter weitergeben musste. In den 70er Jahren beherbergte das Haus dann Jugendliche, es wurde zum so genannten Ferienheim für größtenteils deutsche und holländische Kinder.

Nehmen wir die Strasse nach rechts, führt sie uns zu zwei namhaften Häusern, Brunner und Garber. Ein Feldweg führt und weiter bis zur Staatsstraße und ein anderer, etwas linkerhand, in die Neubauzone des Dorfes.

Zurück am Eingangsplatz liegt links das alte Feuerwehrhäuschen und vorbei an einem antiken Wegkreuz finden wir jetzt ihre neue Halle. Immer geradeaus stoßen wir an die letzte Tabakhandlung, was gleichzeitig auch der letzte Gemischtwarenhandel des Dorfes war. Er wurde vor kurzem geschlossen. Das angrenzende Gebäude ist die Schule bzw. der Kindergarten.

Am Dorfplatz angekommen, stehen wir vor der Pfarrkirche mit anliegendem Pfarrhaus. Es teilt sich die Straße „Im Peuren“ und wir können Supermarket -Jahre 1980 (St. Sigmund - Pustertal - Bozen - Sudtirol)nach rechts oder nach links weitergehen…. Die Straße nach rechts beginnt mit einer kleinen Steigung, führt vorbei am ältesten Hof des Dorfes und einem weiteren namens „Neuhauser“. Von hier hat man einen herrlichen Blick über den neuen unteren Ortsteil. Wir gehen weiter, überqueren einen Steg und die Straße bringt uns durch einen Wald in den östlichen Ortsteil. Entlang dieser Straße entstand in den letzten Jahren eine Siedlung neuer Häuser, wovon einige architektonisch leider nicht ganz der Gegend angepasst wurden. Vorbei am alten E-Werk und an mehreren entlegenen Villen gelangen wir bald wieder an die Staatsstrasse. Eine kurze Anhöhe bringt uns schließlichNeuhauser (St. Sigmund - Pustertal - Bozen - Sudtirol) zum „Rasteinerhof“, von wo man ebenfalls einen schönen Blick auf St. Sigmund hat.

Wir kehren wieder auf den Kirchplatz zurück und halten uns diesmal links, Richtung „Haus Abfalterer“, einem Haus mit Familienwappen aus dem Jahre 1690. Etwas weiter gelangen wir zum „Hanselmoar“, einer von wenigen Bauernhöfen mit getrenntem Stallgebäude und einem schönen alten Steinbrunnen am Wegrand. Dazu gehört auch das Marienstöckl an der Kreuzung zu bereits erwähnter Waldschenke „Schiffregger“ und dem Gebäude „Neuwirt- Dependance“, wo vor Jahren ebenfalls Jugendgruppen untergebracht waren. Heute befindet sich hier eine Häusergruppe, über deren Baustil man wiederum diskutieren könnte.

Banhof (St. Sigmund - Pustertal - Bozen - Sudtirol)Direkter Nachbar ist die wunderschöne Stöcklkapelle. Die Straße endet in einer Anhöhe beim „Loacherhof“. Die Aussicht übers Dorf ist hier wohl am schönsten.

Links von der Stöcklkapelle gelangen wir wieder an die Hauptstraße und direkt in die Bahnhofstraße. Wir überqueren die Rienz, einen Nebenfluss des Eisacks, und sind am Bahnhof angelangt. Auch dieser wurde vor wenigen Jahren stillgelegt. Neben dem alten, bestens restaurierten Landgasthaus „Steger“ entstanden in dieser Siedlung letzthin mehrere neue Wohnhäuser. Ein Feldweg bringt uns in das sehr romantisch gelegene Bad Ilstern. Es ist dies ein Heilquellenbad, leider seit vielen Jahren unbewirtschaftet. Zu diesem Bad gehört auch die Kapelle des hl. Ulrich, welche noch heute am kirchlichen Leben von St. Sigmund teilhat. Ihr Entstehen geht zurück in das 14. Jh. Man sagt, sie wurde auch vom österreichischen Kaiser Franz-Josef gewürdigt.

 

Grundtext: Flavio Boccagna